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Internationales Jahr der Astronomie 2009 PDF Drucken E-Mail

Einem Vorschlag der Internationalen Astronomischen Union (IAU) folgend, ist das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt worden. Genau 400 Jahre zuvor, im Jahre 1609, haben Galileo Galiei und andere Gelehrte erstmals ein Teleskop für astronomische Beobachtungen eingesetzt, und Johannes Kepler legt mit seinem Werk "Astronomia Nova" die Grundlagen zum Verständnis der physikalischen Gesetzmäßigkeiten, welchen die Himmelskörper gehorchen.

Eine entsprechende Eingabe Italiens bei der UNESCO - der für pädagogische, wissenschaftliche und kulturelle Belange verantwortlichen Institution der Vereinten Nationen - wurde angenommen, was die IAU am 30. Oktober 2006 in Paris offiziell bekannt gab. Der formelle Beschluss der 62. UN-Generalversammlung ist am 20. Dezember 2007 erfolgt. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde am 15. Januar 2009 das Internationale Jahr der Astronomie offiziell eröffnet. Mehr als 600 Wissenschaftler kamen auf Einladung der UNESCO zur Eröffnung in Paris zusammen.

Die Koordinierung des Internationalen Jahrs der Astronomie 2009 hat die IAU übernommen. Diese Initiative soll allen Menschen die Gelegenheit geben, einen tieferen Einblick in die Astronomie zu gewinnen. Außerdem wird das Jahr der Astronomie als eine Plattform dienen, um die Öffentlichkeit über die neuesten astronomischen Entdeckungen zu informieren, indem es die wesentliche Rolle der Astronomie in der Wissenschaftsausbildung betonen wird.

Bedeutung des Jahres 1609 für die Astronomie :
Am 25. September 1608 reiste Hans Lipperhey, ein junger Mann aus Middelburg, nach Den Haag, um eine seiner Erfindungen, das Fernrohr, der holländischen Regierung vorzuführen. Obwohl ihm das Patent nicht zuerkannt wurde, hörte Galileo Galilei von dieser Geschichte und entschied sich dafür, das "holländische Perspektivglas" zu verwenden und es zum Himmel zu richten.

1609 war das Prinzip des Fernrohrs an verschiedenen Orten bekannt. Galileo Galilei und andere richteten erstmals Fernrohre zum Nachthimmel und machten infolge dessen erstaunliche Entdeckungen, die die Vorstellung der Menschheit von der Welt grundlegend veränderten: gefunden wurden zahlreiche für das bloße Auge unsichtbare Sterne, Berge und Krater auf dem Mond sowie Monde des Jupiter. Im selben Jahr veröffentlichte Johannes Kepler sein Buch "Astronomia Nova", in dem er grundlegende Gesetze der Planetenbewegung aufstellte.

Ziele des IYA:
Astronomie, die älteste Naturwissenschaft, hat in den meisten Kulturen eine wichtige Rolle gespielt. Das Internationale Astrononomiejahr 2009 (IYA2009) beabsichtigt, global die Astronomie und ihre Beiträge zur Gesellschaft und Kultur zu würdigen. Es soll weltweit Interesse an der Astronomie und allgemein an den Wissenschaften wecken.

Das IYA2009 beabsichtigt, den enormen Fortschritt hervorzuheben, der dem ersten Gebrauch des Fernrohrs für astronomische Beobachtungen durch Galilei folgte und Astronomie als eine friedliche wissenschaftliche Bemühung zu erweisen, die Amateur- und Berufsastronomen zusammenführt, denn sie alle suchen Antworten auf einige der grundsätzlichsten Fragen zu finden, welche die Menschheit schon immer beschäftigt haben. Das Ziel des Jahres ist, weltweites Interesse, besonders unter jungen Leuten, an Astronomie und Wissenschaft zu wecken, unter dem Motto: "Das Weltall: Du lebst darin - entdecke es!"

Über 100 nationale Komitees wurden gebildet, um die Projekte im Rahmen des IYA2009 zu koordinieren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Diese Komitees sind Kooperationen zwischen Berufs- und Amateurastronomen, Planetarien und Sternwarten, Instituten und Kultureinrichtungen. Die einzelnen Länder werden ihre eigenen Initiativen entwickeln, während die IAU als Koordinator des Gesamtereignisses fungiert.

Laut der IYA2009-Website sind die Hauptziele des IYA2009 unter anderem:

Verbesserung der wissenschaftlichen Allgemeinbildung
Förderung des Zugangs zu neuen astronomischen Erkenntnissen
Unterstützung astronomischer Aktivitäten in Entwicklungsländern
Förderung neuer Netzwerke zur astronomischen Öffentlichkeitsarbeit
Erhaltung und Schutz des Naturdenkmals Nachthimmel und der natürlichen nächtlichen Umwelt
Das IYA2009 wird auch weniger etablierten Organisationen aus Entwicklungsländer helfen, in größeren Organisationen involviert zu werden und ihre Beiträge, verbunden über ein globales Netzwerk, zu liefern. Diese Initiative zielt auch darauf ab, arme Kinder auf der ganzen Erde zu erreichen und ihr Verständnis für die Welt zu verbessern.

Das IYA in Deutschland :
In Deutschland wird es zum Astronomiejahr 2009 vier über das Jahr verteilte thematische Schwerpunkte geben:
Der Blick zum Himmel (Januar bis März 2009)
Astronomie und Kultur (April bis Juni 2009)
Weltbilder der Astronomie (Juli bis September 2009)
Astronomie und Schule (Oktober bis Dezember 2009)

Alle folgenden Institutionen nehmen am Internationalen Jahr der Astronomie teil :


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Januar 2009 um 19:26 Uhr
 

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IYA 2009 in Deutschland
  • Jahr der Astronomie 2009 - Bilanz und Ausblick
    09.12.2009 - mehr als 2 Millionen Besucher und 40.000 Veranstaltungen - Deutschland feierte das Internationale Jahr der Astronomie 2009
  • Einladung zur Pressekonferenz: Jahr der Astronomie 2009 – Bilanz und Ausblick
    02.12.2009 - 400 Jahre nachdem Galileo Galilei erstmals ein Fernrohr an den Sternenhimmel richtete, Johannes Kepler die Planetenbewegung richtig erkannte und 40 Jahre nachdem die ersten Menschen den Mond betraten, feiert die UNESCO 2009 das Internationale Jahr der Astronomie 2009 (IYA2009). Mit spektakulären Ausstellungen und Events, nicht zuletzt aber auch mit zahlreichen regionalen Veranstaltungen vor Ort in Sternwarten, Hörsälen und Vereinen wurde überall in Deutschland ins Weltall geblickt und über aktuelle Forschungen diskutiert. Astronomie war 2009 in aller Munde.
  • Ausstellung "Entwicklung des Universums", München
    29.11.2009 - Das internationale Astronomiejahr 2009 verabschiedet sich mit einem glanzvollen Finale: Am 9. Dezember 2009 startet im Deutschen Museum die Ausstellung „Entwicklung des Universums“, die von fünf Münchner Forschungseinrichtungen initiiert und umgesetzt wurde. Zwei Jahre lang wird die Ausstellung allen Besuchern des Deutschen Museums offen stehen. Die feierliche Eröffnung findet in den Abendstunden des 8. Dezember 2009 statt.
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